09/07/2024

Keimung von Cannabis-Samen: Methoden, Dauer, Tipps

Kleine, frisch gekeimte Cannabispflanze im Topf auf einem Balkon in Berlin
Damit aus einem kleinen Cannabis-Samen eine kräftige Pflanze wird, sind ein paar Sachen zu beachten. Dieses Bild wurde von einem unserer CSC-Mitglieder aus Berlin gemacht.

Cannabis-Samen richtig keimen und einpflanzen

Cannabis-Samen keimen und pflanzen – einfacher, als du denkst und mit jeder Menge Spaß! Keine Sorge, egal ob du Anfänger oder ein Profi-Gärtner bist, diese kleine Anleitung bringt Licht ins Dunkel. Also schnapp dir deine Handschuhe und los geht’s! 

Inhaltsverzeichnis

Frisch gekeimte Cannabispflänzchen auf einem Balkon
Die Höchstmenge für den privaten Anbau in Deutschland liegt bei drei Pflanzen pro Person.

Erfolgreiche Keimung von Cannabis-Samen – Voraussetzung

Cannabis-Samen keimen normalerweise recht schnell, können aber auch bis zu 7 Tage oder länger dauern. Die Qualität der Samen sowie die richtige Temperatur, Feuchtigkeit und Dunkelheit sind dabei entscheidend für eine erfolgreiche Keimung. Hier sind die wichtigsten Faktoren, die du beachten solltest: 

Qualität der Cannabis-Samen

Die Qualität deiner Cannabis-Samen ist entscheidend für eine erfolgreiche Keimung und das spätere Pflanzenwachstum. Hochwertige Samen erkennst du an ihrer festen, dunkelbraunen Schale und einer leicht glänzenden Oberfläche. 

Ein einfacher Test zur Überprüfung der Qualität ist der Schwimmtest: Lege die Samen in ein Glas mit lauwarmem Wasser. Gute Samen sinken nach einigen Stunden zu Boden, während minderwertige Samen an der Oberfläche schwimmen bleiben.

Achte auch auf die Herkunft der Samen und kaufe sie am besten von vertrauenswürdigen Anbietern. Samen aus zweifelhaften Quellen können eine geringere Keimrate haben oder unerwünschte Eigenschaften aufweisen. Gute Cannabis-Samen sollten zudem frei von sichtbaren Beschädigungen oder Rissen sein, um eine optimale Keimung zu gewährleisten.

Cannabis-Samen brauchen Feuchtigkeit

Feuchtigkeit ist so ziemlich der wichtigste Faktor, wenn es um die erfolgreiche Keimung deiner Cannabis-Samen geht. Ohne die richtige Menge Wasser geht gar nichts. Zu viel und deine Babys ertrinken, zu wenig und sie vertrocknen, bevor sie überhaupt anfangen können zu keimen. 

Cannabis-Samen brauchen Wasser, um den Keimungsprozess überhaupt in Gang zu setzen.. Das Wasser weicht die harte Schale auf, sodass sich der kleine Keimling entwickeln kann.. Außerdem aktiviert das Wasser die Enzyme, die für das Wachstum wichtig sind.

Wichtig ist konstante Feuchtigkeit, ohne dass die Samen in einem Pool schwimmen. Zu viel Wasser führt zu Schimmel und Fäulnis, zu wenig Wasser lässt die Samen austrocknen.

Ideale Temperatur

Die ideale Temperatur für die Keimung von Cannabis-Samen liegt zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Dieser Temperaturbereich fördert die Aktivität der Enzyme, die für den Keimungsprozess notwendig sind. Zu niedrige oder zu hohe Temperaturen können den Prozess verlangsamen oder sogar ganz stoppen. Wenn es heiß ist, kann die Hitze zudem die Erde oder das Papiertuch (je nach Keim-Methode) austrocknen.

Unser Tipp: Lass deine Samen in deiner Wohnung keimen und platziere sie nach der Keimung an den gewünschten Ort (Innen / Außen / Zelt, etc.). Dadurch schützt du den Cannabis-Samen vor zu niedriger oder hoher Außentemperatur und behältst die Kontrolle.

Cannabis-Samen mögen kein Licht

Du solltest deine Cannabis-Samen im Dunkeln keimen lassen und von jeglichen Lichtquellen fernhalten.

Luftfeuchtigkeit

Cannabis-Samen mögen eine Luftfeuchtigkeit von 70 % zum Keimen. Darüber musst du dir jedoch nicht so viele Gedanken machen, da eine hohe Luftfeuchtigkeit eh schon gegeben ist, wenn du den Samen feucht genug hältst.  

Methoden zur Keimung von Cannabis-Samen: Vor- und Nachteile im Überblick

Es gibt verschiedene Methoden, um Cannabis-Samen zum Keimen zu bringen. Hier sind einige der beliebtesten:

Papiertuch-Methode

Bei der Papiertuch-Methode legst du die Cannabis-Samen zwischen zwei feuchte Papierhandtücher (oder Taschentücher o.ä.) und platzierst diese in einen verschlossenen Behälter. Nach 1–7 Tagen sollten die Samen aufplatzen und die (milchig weiße) Keimwurzel sichtbar werden. Danach vorsichtig mit den Fingern (besser: eine Pinzette) nehmen und schnell in die Erde pflanzen.

Vorteile:

  • Kontrolle: Du kannst den Keimungsprozess gut beobachten und frühzeitig eingreifen, falls etwas schiefgeht.

Nachteile:

  • Austrocknungsgefahr: Papiertücher können schnell austrocknen, was die Cannabis-Samen beschädigen kann.
  • Wurzelverletzungen: Beim Umsetzen der gekeimten Samen in Erde besteht die Gefahr, die empfindlichen Wurzeln zu beschädigen.
  • Schimmelgefahr: Wenn die Papiertücher zu nass sind, kann Schimmel entstehen, der die Samen zerstören kann.
  • Zusätzlicher Schritt: Nach der Keimung müssen die Cannabis-Samen noch in Erde oder ein anderes Medium umgepflanzt werden, was zusätzlichen Aufwand bedeutet (und Stress für den Samen).

Cannabis-Samen in Erde keimen lassen

Ein frisch gekeimter Cannabis-Samen kommt aus der Erde.
Ein absolutes Highlight für Grower: Das Cannabispflänzchen erblickt das Licht der Welt.

Du kannst die Cannabis-Samen auch direkt in der Erde keimen lassen. Setze sie etwa 1 Zentimeter tief in feuchte Erde und halte die Temperatur und Feuchtigkeit konstant.

Vorteile:

  • Schonend für die Wurzeln: Da die Samen direkt in das endgültige Medium gepflanzt werden, entfällt das Umpflanzen, wodurch die Wurzeln unbeschädigt bleiben.
  • Weniger Aufwand: Diese Methode erfordert weniger Schritte, was das Risiko von Fehlern verringert.
  • Natürliche Bedingungen: Die Cannabis-Samen keimen unter natürlichen Bedingungen, was die Pflanzen robuster machen kann.
  • Weniger Schimmelgefahr: Da keine übermäßige Feuchtigkeit auf engem Raum entsteht, ist die Gefahr von Schimmelbildung geringer.

Nachteile:

  • Weniger Kontrolle: Es ist schwieriger zu beobachten, ob die Samen keimen und gesund sind, da sie in der Erde sind.
  • Wasserbedarf: Es kann herausfordernd sein, die richtige Feuchtigkeitsbalance im Medium zu halten, besonders für Anfänger.
  • Keimrate: Die Keimrate kann niedriger sein, da weniger Kontrolle über die Bedingungen besteht.

Cannabis-Samen in Wasser keimen lassen

Einige Grower legen die Cannabis-Samen für maximal 24 Stunden in ein Glas mit lauwarmem Wasser, um den Keimprozess zu starten. Danach werden sie entweder in Erde gesetzt oder zur Papiertuch-Methode überführt, egal, ob sie schon gekeimt sind. Mehr als 24 Stunden sind aufgrund von Schimmel- und Erstickungsgefahr nicht ratsam.

Vorteile:

  • Flexibilität: Kann gleichzeitig als Schwimmtest fungieren, um die Qualität der Samen zu überprüfen
  • Visuelle Kontrolle: Du kannst leicht sehen, welche Samen keimen und welche nicht, da sie sichtbar im Wasser liegen.
  • Hydration: Die Samen nehmen schnell Wasser auf, was den Keimprozess beschleunigt.

Nachteile:

  • Erstickungsgefahr: Samen können ertrinken, wenn sie zu lange im Wasser bleiben, da sie ohne Sauerstoff nicht atmen können.
  • Schimmelgefahr: Länger als 48 Stunden im Wasser erhöhen das Risiko von Schimmelbildung.
  • Stress beim Umpflanzen: Die gekeimten Samen müssen vorsichtig in das Wachstumsmedium umgepflanzt werden, was die Wurzeln beschädigen kann.

Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Keimung

Damit die Keimung deiner Cannabis-Samen gelingt, hier noch ein paar praktische Tipps:

  • Vermeide Berührungen: Sobald die Cannabis-Samen gekeimt sind und die Keimwurzel sichtbar ist, solltest du den Kontakt möglichst minimieren. Wurzeln sind sehr empfindlich und können leicht beschädigt werden.
  • Sauberkeit: Hygiene ist extrem wichtig. Verwende sauberes Wasser, desinfiziere deine Werkzeuge und halte die Umgebung sauber, um Kontaminationen zu vermeiden.
  • Geduld: Die Dauer der Keimung deiner Cannabis-Samen kann zwischen 1 und 7 Tage betragen, manchmal sogar noch mehr. Sei geduldig und gib den Cannabis-Samen die Zeit, die sie brauchen. Wenn nach 10 Tagen nichts passiert ist, kann es sein, dass die Samen unfruchtbar sind.

Gekeimte Cannabis-Samen richtig einpflanzen

Nachdem deine Cannabis-Samen erfolgreich gekeimt sind (d.h. wenn eine milchig weiße Wurzel aus dem Samen wächst), ist es Zeit, sie einzupflanzen, sofern sie nicht schon im richtigen Topf sind. 

Direkte Einpflanzung in die Erde

Wenn du die Samen direkt in die Erde gesetzt hast, sind sie bereits an ihrem endgültigen Standort. Halte die Erde feucht (nicht zu nass) und sorge für genügend Licht, damit die Pflanzen gut wachsen können. 

Papiertuch- und Wasserglas-Methode

Hast du die Papiertuch-Methode zum Keimen verwendet, sind die kleinen, milchig weiß aussehenden Wurzeln jetzt sichtbar. Hat die Wurzel des Cannabis-Samens eine andere, dunklere Farbe, ist er aufgrund von Staunässe möglicherweise ertrunken oder verschimmelt (oder einfach von geringer Qualität). Gehe vorsichtig vor:

Umpflanzen:

  • Bereite kleine Löcher von etwa 1 Zentimeter Tiefe in feuchte Erde vor.
  • Verwende einen Topf pro Pflanze.
  • Verwende eine Pinzette, um die gekeimten Cannabis-Samen vorsichtig aufzunehmen und in die Löcher zu setzen.
  • Du kannst versuchen, die Wurzel nach unten zeigen zu lassen. Das spart etwas Energie für die Pflanze, weil die Wurzel keinen Umweg machen muss.
  • Bedecke die Samen leicht mit Erde und drücke sie sanft an.
  • Halte die Erde feucht, aber vermeide Staunässe

7 Tipps für den erfolgreichen Anbau gekeimter Cannabis-Samen

Um sicherzustellen, dass deine gekeimten Cannabis-Samen erfolgreich wachsen, sind hier einige Tipps:

Licht:

  • Sonnenlicht: Stelle die Pflanzen an einen Ort, der mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhält (je höher die Sonne steht, desto besser).
  • Künstliche Beleuchtung: Verwende LED-Grow-Lights oder fluoreszierende Lampen mit einem Lichtspektrum von 400 bis 700 nm. Während der Wachstumsphase sollten die Pflanzen etwa 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit pro Tag erhalten.

Boden:

  • Beschaffenheit: Verwende eine lockere, gut durchlässige Erde. Ideal ist eine Mischung aus Torfmoos, Perlit und Wurmkompost. Eine gute Universal-Blumenerde kann aber auch gut funktionieren (vermeide billige Erde mit Rindenmulch, Aststücken, etc.).
  • pH-Wert: Halte den pH-Wert des Bodens zwischen 6,0 und 6,5, um die Nährstoffaufnahme zu optimieren. Testkits für den pH-Wert gibt es im Gartenfachhandel.
  • Nährstoffe: Verwende organische Düngemittel wie Kompost, um die Pflanzen mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Beachte dabei die Dosierungsanweisungen, um Überdüngung zu vermeiden.

Bewässerung:

  • Häufigkeit: Gieße die Pflanzen, wenn die obersten 2–3 Zentimeter der Erde trocken sind.
  • Faustregel: Gieße tief und selten, anstatt häufig und oberflächlich.
  • Technik: Verwende eine Gießkanne mit feiner Brause, um das Wasser gleichmäßig zu verteilen. Gieße langsam, damit das Wasser tief in den Boden eindringt und die Wurzeln erreicht.
  • Vermeidung von Staunässe: Stelle sicher, dass die Töpfe Abflusslöcher haben, um überschüssiges Wasser abzuleiten. Verwende Untersetzer, um ablaufendes Wasser aufzufangen und wegzugießen.

Belüftung:

  • Innenanbau: Stelle Ventilatoren auf, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten und Schimmelbildung zu vermeiden. Ein oszillierender (automatisch schwenkender) Ventilator ist ideal, um die Luft gleichmäßig zu verteilen.
  • Außenanbau: Achte darauf, dass die Pflanzen genügend Platz haben, um die Luftzirkulation zu fördern. Zu dichtes Pflanzenwachstum kann zu Feuchtigkeitsstau und Schimmel führen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit:

  • Temperatur: Halte die Temperatur tagsüber zwischen 20 und 25 Grad Celsius und nachts nicht unter 18 Grad Celsius. Extreme Temperaturschwankungen vermeiden.
  • Luftfeuchtigkeit: Während der Keimung und frühen Wachstumsphase eine Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70 % aufrechterhalten.

Umtopfen:

  • Zeitpunkt: Warte, bis die Pflanzen 3–4 echte Blätter entwickelt haben, bevor du sie in größere Töpfe oder ins Freiland umpflanzt.
  • Technik: Hebe die Pflanzen vorsichtig an, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Setze sie in ein vorbereitetes Loch und bedecke die Wurzeln vollständig mit Erde. Drücke die Erde leicht an, um Lufttaschen zu vermeiden.

Schädlingsbekämpfung:

  • Vorbeugung: Halte den Anbaubereich sauber und entferne regelmäßig abgestorbene Blätter. Verwende natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel wie Neem-Öl oder Insektizid-Seife.
  • Überwachung: Kontrolliere die Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingsbefall wie gelbe Blätter, Löcher oder klebrige Rückstände.

Indem du diese detaillierten Tipps befolgst, legst du den Grundstein für gesunde und kräftige Cannabis-Pflanzen. Mit etwas Geduld und Hingabe wirst du bald die Früchte deiner Arbeit ernten können. Viel Spaß und Erfolg bei deinem grünen Abenteuer – auf dass deine Pflanzen prächtig gedeihen und dir eine reiche Ernte bescheren!

Happy growing!

Häufig gestellte Fragen zum Keimen und Pflanzen von Cannabis-Samen

  1. Papiertuch-Methode 
    – Samen zwischen zwei feuchte Papierhandtücher legen.
    – In einen verschlossenen Behälter an einem dunklen Ort platzieren.
    – Tücher stets feucht, aber nicht nass halten.
    – Nach 1-7 Tagen sollten die Samen keimen.
  2. Direkte Einpflanzung in die Erde
    – Samen etwa 1 Zentimeter tief in feuchte Erde setzen.
    – Temperatur und Feuchtigkeit konstant halten.
    – Diese Methode erfordert weniger Schritte und ist schonender für die Wurzeln.
  3. Wasserglas-Methode
    – Samen für maximal 24 Stunden in ein Glas mit lauwarmem Wasser legen.
    – Danach in Erde pflanzen oder zur Papiertuch-Methode überführen.
    – Gut geeignet, um die Qualität der Samen zu überprüfen.
  1. Temperatur: 20–25 Grad Celsius.
  2. Luftfeuchtigkeit: Konstante Luftfeuchtigkeit von etwa 70 % sicherstellen.
  3. Dunkelheit: Samen in völliger Dunkelheit keimen lassen.
  4. Hygiene: Saubere Werkzeuge und sauberes Wasser verwenden, um Kontaminationen zu vermeiden.
  5. Geduld: Samen regelmäßig kontrollieren, aber nicht zu oft stören.

Cannabis-Samen keimen in der Regel in 1 bis 7 Tagen, abhängig von Methoden und Voraussetzungen. 

Wenn du die Samen in einem feuchten Papiertuch keimen lässt, kannst du täglich nachprüfen, ob sie aufgegangen sind. Keimt dein Cannabis-Samen nicht innerhalb von 10 Tagen, könnte es an der Qualität der Samen liegen oder daran, dass die Bedingungen nicht optimal sind.

Der beste Zeitpunkt für die Aussaat deines gekeimten Cannabis-Samens ist, wenn die ersten Wurzeln sichtbar sind. Das ist normalerweise nach 1 bis 7 Tagen der Fall. Warte nicht zu lange, da sonst die Gefahr besteht, dass die Wurzeln austrocknen. 

Viele Grower pflanzen ihre Cannabis-Samen im Frühjahr ein, um die natürlichen Lichtzyklen zu nutzen. Für feminisierte Pflanzen wird während der Vegetationszeit ein 18/6-Rhythmus (Tag/Nacht) empfohlen. Soll die Pflanze zur Blüte übergehen, muss dafür der Rhythmus auf 12/12 umgestellt werden, was in Deutschland ab etwa September der Fall ist (wenn du deine Pflanzen draußen anbaust).

Bei Automatik-Pflanzen ist dies jedoch nicht vonnöten, da sie unabhängig vom Lichtzyklus wachsen und blühen.

Cannabis-Samen sollten etwa 1 Zentimeter tief in die Erde eingepflanzt werden. Diese Tiefe ist ideal, um den Samen genügend Schutz zu bieten, während die Keimwurzel leicht durch die Erde brechen kann. Pflanzt du den Samen zu tief, könnte der Keimling sterben, bevor er die Oberfläche erreicht hat. 

Achte darauf, die Erde nach dem Einpflanzen leicht anzudrücken und feucht zu halten, aber vermeide Staunässe. Eine konstante Temperatur und hohe Luftfeuchtigkeit fördern die Keimung und das gesunde Wachstum der jungen Pflanze.

Wie man Cannabis-Samen in die Erde steckt, ist eigentlich egal. Die Natur hat vorgesorgt und die Pflanze findet normalerweise ihren Weg. 

Um dem Samen etwas Energie zu sparen, können Cannabis-Samen so eingepflanzt werden, dass die Wurzel nach unten zeigt. Dies ist die natürliche Ausrichtung der Samen, und so kann die Keimwurzel direkt nach unten wachsen, während der Spross nach oben zur Oberfläche strebt.

Im Internet gibt es verschiedene Angaben, ob es die spitze oder runde Seite des Cannabis-Samens ist, die nach unten zeigen soll – und seien wir ehrlich, wirklich einfach zu unterscheiden sind diese Seiten eh kaum.

Unser Tipp deshalb: Wenn du die Papiertuch-Methode verwendest, warte einfach, bis der Samen gekeimt ist, und lege ihn mit der Wurzel nach unten zeigend in die Erde. Und wenn dir das zu aufwändig ist – auch nicht schlimm. Es macht wahrscheinlich keinen Unterschied.

Die optimale Temperatur für die Keimung von Cannabis-Samen liegt zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Diese Temperaturbereiche fördern die Aktivität der Enzyme, die für den Keimungsprozess notwendig sind. Achte darauf, dass die Temperatur konstant bleibt, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Schwankungen in der Temperatur können den Keimprozess verlangsamen oder sogar stoppen.

Es gibt mehrere Gründe, warum dein Cannabis-Samen nicht keimen könnte:

  1. Zu viel oder wenig Wasser: Die Samen erhalten entweder nicht genügend Feuchtigkeit oder zu viel. Achte darauf, dass die Umgebung stets feucht, aber nicht nass ist.
  2. Zu heiß oder kalt: Eine zu niedrige oder zu hohe Temperatur kann den Keimprozess stören. Idealerweise beträgt die Temperatur konstant zwischen 20 und 25 Grad Celsius.
  3. Schlechte Samenqualität: Manchmal ist der Cannabis-Samen auch einfach nicht gut. Das kommt anscheinend gerade bei Autoflower-Samen öfters mal vor. Versuche, nur von vertrauenswürdigen Anbietern zu kaufen, die schon länger auf dem Markt sind und einen guten Ruf haben.
  4. Zu hohe oder niedrige Luftfeuchtigkeit: Wahrscheinlich ist dies der unwahrscheinlichste Grund für das Nichtkeimen deines Cannabis-Samens. Wenn du den Samen immer feucht hältst, ist dadurch auch die Luftfeuchtigkeit ausreichend. Es könnte aber auch sein, dass die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist und deine Samen dadurch verschimmeln.
In diesem Artikel
Cannabis-Samen keimen in der Regel innerhalb von 7 Tagen. Für eine erfolgreiche Keimung und anschließendes Einpflanzen sind jedoch ein paar Voraussetzungen nötig.