17/10/2023

Cannabis Dachverband gegen die Kommerzialisierung

Cannabis Dachverband

Cannabis Dachverband - umständlich oder sinnvoll?

Viele Aktivisten, Konsumenten und sogar andere Vereinsvorstände beschweren sich über die aktuelle Gesetzesentwicklung und sehen darin nur einen hohen und unnötigen Verwaltungsaufwand. Wir hingegen sehen darin eine enorme Chance für uns alle, für die gesamte Legalisierung von Cannabis in Deutschland. Warum? Weil wir mit eurer Unterstützung kommerziellen Anbietern weit überlegen sein können und sogar die bereits in Gang gesetzte Kommerzialisierung umkehren können.

  1. Als Verein werden wir keine Steuern auf das abzugebende Cannabis zahlen müssen.
  2. Wir sind nicht auf Kredite angewiesen, sondern können unsere Investitionen durch Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge finanzieren.
  3. Die an uns gestellten Anforderungen an Sicherheit, Anbau und Qualität sind zwar hoch, aber in kommerziellen Betrieben werden sie vermutlich noch höher sein.

Dadurch wird das Cannabis aus kommerziellen Unternehmen entweder wesentlich teurer oder es werden Abstriche in der Qualität gemacht. Denn dort gibt es viele Beteiligte, die am Gewinn und den Einnahmen beteiligt werden.

Cannabis Aktien und Cannabis-Startups

Derzeit schießen einige Start-ups aus dem Boden, die von Investoren teilweise mehr als 100 Millionen Euro an Krediten einsammeln, wie in [Quelle 1] zu sehen ist.

Doch was erhält der Investor dafür? Rendite aus Cannabis-Investitionen

Selbstverständlich erwartet er eine Belohnung dafür, dass er das Risiko eingeht und sein Geld zur Verfügung stellt. Oftmals wird sogar eine Verzehnfachung des investierten Kapitals erwartet. Die Rendite, die als Belohnung an die Investoren ausgeschüttet wird, trägt dazu bei, den Preis von Cannabis hochzuhalten. Das in solchen Unternehmen erworbene Cannabis kommt nicht den Konsumenten zugute; die Gewinne fließen direkt in die Taschen der Investoren.

Cannabis Preis in Cannabis Social Clubs

Bei uns soll es keine Investoren geben. Dadurch können wir einen besonders fairen Preis garantieren und sogar mit kommerziellen Betrieben konkurrieren. Eine Studie hat ergeben, dass der durchschnittliche Cannabispreis in CSCs in Spanien bei 6,19€ pro Gramm liegt (siehe [Quelle 2]). Im Vergleich dazu ist Cannabis aus einer deutschen Apotheke häufig doppelt so teuer (siehe [Quelle 3]). Natürlich können wir noch nicht genau vorhersagen, welcher Preis entstehen wird. Allerdings, wie bereits durch unseren Vergleich gezeigt:

  1. Wir müssen keine Investoren entlohnen.
  2. Wir müssen keine Steuern bezahlen.
  3. Wir haben (vermutlich) weniger Vorgaben.

Daher können wir zuversichtlich sagen, dass unser Cannabis auf jeden Fall zu fairen Preisen abgegeben wird, im Vergleich zu dem aus Apotheken. Unsere Preise sollen dabei im gesamten Cannabis Dachverband einheitlich sein. Aber das können wir nur mit eurer Unterstützung schaffen! Und es wird natürlich eine gewisse Anlaufzeit dafür benötigt.

Qualität von Cannabis in Cannabis Social Clubs

Es läuft nicht immer alles nach Plan, und ein erheblicher Teil der Ernte kann schnell durch Schimmel und Schädlinge ungenießbar und sogar gesundheitsschädlich sein. Das ist ein unterschätztes Problem, wenn Cannabis im großen Maßstab angebaut wird. Die ersten Ernten vieler CSCs werden im Müll landen. Besonders kritisch ist es in Anbausystemen, die nicht geschlossen sind, da dadurch Keime, Chemikalien, Pestizide und Schädlinge leicht in den Anbauraum gelangen können.

Unsere Infrastruktur

Um genau das zu verhindern, schaffen wir in unseren Vereinen und in unserem Dachverband geeignete Infrastrukturen. Der gemeinsame Anbau in einem Cannabis Social Club für 20 Mitglieder ist sicherlich machbar. Doch ab einer gewissen Größe reicht ein “primitives” Gewächshaus und ein paar ehrenamtliche Gärtner einfach nicht mehr aus. Dann sind sterile Anbaubedingungen und Fachpersonal erforderlich. Leider wird dies in vielen CSCs als spießig angesehen und abgelehnt, unter dem Motto “Je weniger professionell, desto mehr Liebe steckt drin und umso besser ist es.” Das ist jedoch leider nicht (immer) der Fall. Würdet ihr einem Club vertrauen, der regelmäßig Ernten wegen Schimmelbefall entsorgen muss? Wir möchten daher eine nicht-kommerzielle und zugleich professionelle Alternative vorstellen, die ein Umdenken bei vielen Clubs bewirken kann, und laden euch ein, Teil unseres Verbandes zu werden.

Wir möchten die CSCs in Deutschland nicht spalten, sondern zusammenbringen

Wir sind stets bereit, mit anderen Clubs und Dachverbänden zusammenzuarbeiten, um unser Konzept weiter zu verbessern und anzupassen. Bereits mit dem CSC Hamburg e.V. haben wir sehr wertvolles Feedback ausgetauscht. Ebenso stehen wir in Kontakt mit der Gründungscommunity CAD und beteiligen uns aktiv an den Stellungnahmen zu verschiedenen Gesetzesentwürfen. Durch unseren Dachverband möchten wir Anreize schaffen, die den Vereinen dennoch viel Freiraum lassen. Auch wenn unser einheitliches Logo und die Satzungsvorschriften auf den ersten Blick anderes vermuten lassen, möchten wir als Dachverband nicht nur eine Lobbygruppe sein, sondern auch die Infrastruktur und Verwaltung der einzelnen CSCs organisieren und übernehmen. Dabei gehen wir gerne auf jeden Verein individuell ein und finden sicherlich die passenden Lösungen.

Was wir bieten

  1. Wir arbeiten bereits mit unserem Partner Airbend an der Planung eines Gewächshauses mit geschlossenem Klimasystem. Es handelt sich um eine äußerst professionelle Lösung, die auch beim Anbau von medizinischem Cannabis eingesetzt wird. In diesem Gewächshaus wird es mehrere Parzellen geben, die von allen Clubs in unserem Cannabis Dachverband gemietet und genutzt werden. Ihr müsst euch also keine Gedanken darüber machen, wie ihr die hohen Investitionskosten und Anforderungen bewältigt. Stattdessen könnt ihr euch auf eure Vereinsaktivitäten konzentrieren und direkt mit dem Anbau beginnen.
  2. Wir kümmern uns um die Webseite und die Social-Media-Profile.
  3. Wir steigern die Glaubwürdigkeit und Seriosität eures Vereins.
  4. Der Dachverband verhandelt für die Cannabis Social Clubs besondere Konditionen, zum Beispiel beim Abschluss von Versicherungen und beim Kauf von Ausrüstung und Pflanzmaterial.
  5. Die Angebote werden transparent eingeholt und im Rahmen von Ausschreibungen vergeben.
  6. CSCs zahlen keine Aufnahmegebühr oder Mitgliedsbeiträge innerhalb unseres Dachverbandes. Stattdessen werden Dienstleistungen wie die Verwaltung vom Dachverband den einzelnen CSCs in Rechnung gestellt.
  7. Die CSCs profitieren von unserem stetig wachsenden Expertenteam und unseren Kontakten.

Kommerzialisierung verhindern

Unser Partner Windhill Growers aus den USA weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, allein gegen mehrere hundert Millionen schwere Unternehmen anzukämpfen und sich trotzdem am Markt behaupten zu können. Hier erfahrt ihr mehr darüber:
Unsere kleine Potfarm

Wir wollen weit mehr sein als ein Dachverband, denn wir möchten die besonderen Vereinsstrukturen nutzen, die bisher weltweit einmalig sind, um eine vergleichbare Kommerzialisierung (wie in den USA) zu verhindern. Denn mit solch einer Kommerzialisierung geht auch einher, dass Millionen Euro für Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben werden. Dadurch haben Unternehmen die Möglichkeit, Gesetzesänderungen so herbeizuführen, dass unsere Arbeit erschwert wird und Produkte durch geschicktes Marketing besonders anziehend, vermutlich auch auf Jugendliche und Kinder, wirken. Mit den Cannabis Social Clubs stehen jedoch ausschließlich die Mitglieder im Vordergrund, denn sie gestalten ihre Clubs schließlich selbst und profitieren auch selbst davon.

Durch unseren Dachverband helfen wir dabei, die Stimmen und Interessen der einzelnen Clubs und Mitglieder zu bündeln, so dass sie nicht ignoriert werden können.

In diesem Artikel
Stellen wir dir unseren Cannabis Dachverband und die Idee dahinter genauer vor. Wir zeigen, warum wir die optimale Lösung für die Cannabis-Legalisierung anbieten.